| 1.12.07 | Charly Schreckschuß | ||||||||||||||
| Passt in
keine Schublade
"Ick bün born wo de Wind herkümmt“, das können viele behaupten, aber auf kaum jemanden trifft es so authentisch zu wie auf Charly Schreckschuss, mit bürgerlichem Namen Rainer Beutin. Sitzt man zum ersten Mal auf der Bank vor seinem alten Backsteinhaus in Klein Königsförde, lässt der Moment nicht lange auf sich warten, in dem einem unweigerlich der Unterkiefer wegklappt. Da fährt doch glatt ein Ozeandampfer durch seinen Garten - meint man - denn ohne sich zu erheben kann man von hier aus locker zurückgelehnt in den Nord-Ostsee-Kanal spucken. Und genau an diesem Platz ist seit fast 30 Jahren die Schmiede des deutschsprachigen Blues und Boogie! Jedoch trifft es das nicht ganz, denn die Fans von Charly Schreckschuss wissen, dass diese beiden Genres bei weitem nicht seine musikalische Bandbreite beschreiben. Da haben schon so einige die Schubladen geöffnet und erfolglos wieder zugeschoben. Alles andere als platt Jenseits aller one-hit-wonder und vordergründig kommerziell ausgerichteten Musik spielt Rainer Beutin mit der ersten Garde deutscher und ausländischer Musiker seine gerade, schnörkellose Musik – den kraftvollen Rock’n Roll, die herb-poetischen Balladen, den packenden Soul, den groovenden Boogie und den Bluesrock mit dem ureigenen „Charly Schreckschuss-Feeling“ in unzähligen Konzerten. Rauh und gefühlvoll sind seine Texte, treffsicher in ihrer Knappheit und Aussage und erzählen alltägliche, erlebte, beobachtete, persönliche und amüsante Geschichten - natürlich auf deutsch und platt. Warum nicht englisch, japanisch oder auf Kisuaheli? Die Antwort ist denkbar einfach und schlicht logisch: „Ich lebe, denke und träume in Deutsch, also schreibe ich meine Texte auf Deutsch, das ist die Sprache meiner kulturellen Wurzel“, so Rainer Beutin. Das Kantige, aber auch die Gradlinigkeit seiner Musik und „das sich nicht verbiegen lassen“ waren es schon immer, was dem gebürtigen Rendsburger allergrößte Anerkennung von Musikern, Kritikern und vielleicht auch Neidern eingebracht hat. Fito de la Parra, Drummer der legendären Canned Heat und Produzent der fünften Schreckschuss-Scheibe „Hold me Baby“: „Charly ist ein wirklicher Künstler und ist sich selbst treu geblieben. Für mich ist Schreckschuss die beste R&B-Band in Deutschland“. Bernd Ohnesorge, Bassmann, der einzig echte Hamburger in der Truppe und einer der langjährigen Weggefährten von Rainer Beutin. Musikalische Einflüsse: Elvis, Beatles, Stones, Hendrix. Aktiv seit ca. 67 in div. Bands - meist Freestyle. Bernd hasst Narne- Dropping, trotzdem hier einige Referenzen: Er war Gründungsmitglied von B.Sharp, spielte u.a. mit Abi Wallenstein, bei Jonny and the Hurricanes und war "Mr. Backbone" bei der R&B- Band Heggen's Heroes. Div. LP u. CD Produktionen u.a. mit B.Sharp, Paddy Korn, Heggen's Heroes und Boogie House. Für interessante und kreative Projekte immer offen, nicht ausschließlich an Muckerei interessiert. Seit '98 mit Schreckschuss verbandelt - CD-Yeah- 2001 - spielt so lange weiter bis das Geld alle ist. Nicht nur sein Basssound und seine Art zu grooven sind einzigartig rund und lassen den geneigten Hörer mit der Zunge schnalzen wie nach dem Abgang eines gut "abgehangenen" Amarone. Da gibt es noch so ein Phänomen: Man steht im Probenraum und versucht sich krampfhaft daran zu erinnern, wie denn gleich wieder bei diesem einen Titel, den man mal vor 17 Jahren gespielt hat, der Übergang zur Bridge harmonisiert war. Da kommt Bernd rein, nennt die Akkorde und singt den BassIauf gleich dazu, bevor er die Tür hinter sich geschlossen hat. Unglaublich! |
Einlass
20.00 Uhr, Beginn 21.00 Uhr Vorverkauf 12,- € + Geb. Abendkasse 15,- € Vor dem Konzert: Grünkohlsattessen ab 19.00 Uhr, Kombipreis 25.- €, bitte um Voranmeldung. Vorverkaufsstellen:
Manne Kraski, geboren im letzten Jahrtausend in Hannover (damit fing alles an) Erste Gitarre (akustisch natürlich) arn 3. oder 4. Juli 1967 vom Geburtstagsgeld bei Brinkmann gekauft, danach nur noch wenig Hausaufgaben gemacht. Zweite Gitarre (elektrische natürlich) ca. Mai '68 vom Konfirmationsgeld gekauft und überhaupt keine Hausaufgaben mehr gemacht. Dann kam die obligatorische Schülerband und die eine oder andere Blues- Coverband. Anfang 20 einige wilde Zeiten mit einigen wilden Bands, die aber nur einigen wilden Hannoveranern bekannt waren. Danach kam die Band Fargo an die Reihe, die später im Heavy Metal Bereich beachtliche Erfolge erzielte. (War ihm zu heavy, deshalb vorher gegangen). Mit 23 nach Göttingen zum Studieren gezogen, mangels geeigneter Mitmusiker schnellstens wieder nach Hannover zurück. Weitere Projekte mit bekannten hannöverschen Lokalgrößen: Welcome, Band mit heutigem Heinz-Rudolf Kunze Gitarristen Heiner Lürich, Schädelbrothers, Hungry Hearts. Von '79 bis 'B3 Reiner Schöne Band, 1982 Umzug nach Hamburg (endlich). Ab 1983 Hamburg Bluesband, zu der ca. 2 Jahre später Colosseum Saxophonist Diek Heckstall-Smith stieß. In dieser Formation auch mit Ex-Cream Bassisten Jack Bruce aufgetreten. Zwischendurch immer wieder mit anderen Hamburger Musikern gearbeitet, u.a. mit Rainer Baumann, Jutta Weinhold, Udo Lindenberg-Gitarrist Hannes Bauer (Orchester Gnadenlos) aber auch andere Musikarten nicht verschmäht: In die Country-Szene reingerochen, Gründungsmitglied von Sammy's Saloon, Gitarre und Steelgitarre bei Bob Whitney, in den '80ern bei dem einen oder anderen Auftritt von Ted Herold (zum ersten mal zusammen mit Kurt gerockt) ausgeholfen, mit Johnny 8 The Hurricanes auf Tour. Seit Dezember 1990 bei den Rattles. Eine neue CD Produktion ist in Arbeit und wird voraussichtlich Ende 2006 erscheinen. |
| Biographie 1978 gründete Charly Beutin die Charly Schreckschuß Band" 1981 Die Band veröffentlicht ihre erste Langspielplatte "Jeden Tag hab ich den Blues" bei MMG / Pläne. Diese LP verschaffte der Band große Aufmerksamkeit und Anerkennung bei wichtigen Medienleuten (Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik). 1983 bis 1985 Veröffentlichung der zweiten Langspielplatte "Verrückt nach Dir" (MMG / Pläne). Diese beiden LPs entstanden in Zusammenarbeit zwischen Charly Beutin und Andreas Willers. Während dieser Jahre unzählige Auftritte und Tourneen in Deutschland. Auch für die zweite Produktion bekommt die Band den Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Der Band bleibt kaum Zeit fürs Studio, es folgen aber mehrere Radio-Mitschnitte und Fernseh-I.ivesendungen beim HR, NDR, RIAS, SFB, SWF und WDR. 1987 bis 1988 Die dritte Langspielplatte ,,Schneller-Höher-Weiter-Besser" ist fertiggestellt und wird im Frühjahr bei Wundertüte veröffentlicht. Diese Produktion entsteht in Zusammenarbeit von Steve Baker, Jürgen Vop, Jan Mohr und Charly Schreckschuß. Auch diese Produktion bekommt wieder den Vierteljahrespreis der deutschen SchallpIattenkritik, ein Novum in der deutschen Schallplattengeschichte. Auf Einladung des NDR- Fernsehens werden sechs Titel der Langspielplatte "Schneller-H5ber-Weiter-Besser". in Kiel produziert. Vorgestellt werden die Titel in den dritten Programmen und beim ZDF. 1990 bis 1993 Im Hamburger MetropoI-Studio wird im Januar l990,Qch Luise" aufgenommnen. Diese Produktioa entstand unter Mitwirkung von Werner Dannemann und Frank Fischer und erschien im September bei Wundertüte. 1994 Die fünfte Produktion wird im Wedler "smart" Studio aufgenommen. Hierfür konnte der international renommierte Musiker und Produzent Fito de fa Parra (Canned Heat) gewonnen werden. "Hold me Baby" erschien bei Clearaudio und wurde von der deutschen Presse sehr positiv aufgenommen. Es folgten Konzerte im europäischen Außand, u.a. beim Djurs-Land- Festival in Dänemark. 1994 Unzählige Aufritte und ungezählte Kilometer bis 1996 1998 wurde eine ausgedehnte Deutschland-Tour "20 Jahre Charly Schreckschuß Band" gernacht (45 Auftritte). Es gab ein Live-Konzert beim WDR and einen Live-Mitschnitt vom NDR, der im Februar 99 gesendet wird. Im Januar erschien bei "Pläne" eine neue CD "20 Jahre CSB - Best af Charly Schreckschu6 Band", des weiteren erschien im Dezember bei der Zeitschrift "Audio" (100.000er Aufage) ein Sampler, auf dem die Band mit einem Stück vertreten ist. 1999 Im Frühjahr Deutschand-Tour gespielt 2000 Im April wird die neue Produktion "Schreckschuß Yeah" im Studio von Detlef Petersen, der diese CD auch produziert bat, aufgenommen. Sie ist im Frühjahr 2001 erscheinen. |
CSB-Discographie:
Schreckschuss - Yeah |
©nordmarkhalle/jüchser Stand: 26.11.07